Beitrag von Leif Allendorf und Christoph Hermann von istdasnochkunst.de
Beitrag von Theresia Reinhold von zitterart.wordpress.com
exposition! Schmerz, Sex und Obsessionen
Marcus Kauth und Hendrik Janssen zeigen eine spektakuläre Ausstellung am Boxhagener Platz.
Mädchen der Großstadt, von ihren Obsessionen zerrissen, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Junge Körper. Harte Kontraste. Enge Schnitte. Bilder wie Faustschläge. Hendrik Janssen ist der Shooting Star der Aktfotografie aus dem Underground. Seine "Urban Wildlife Photography" ist gelebter Postfeminismus in Bildern. In schonungsloser sexueller Offenheit zeigen sich junge Frauen trotzig, stolz und selbstbestimmt seiner Kamera. Janssens trashig-zügellose Bilder ästhetisieren mit handwerklicher Exzellenz, ohne zu banalisieren. Szenekenner nennen Hendrik Janssen daher auch schon mal den "Newton des neuen Jahrtausends", den "Charles Bukowski der Fotografie" oder schlicht den "Mädchenflüsterer".
Marcus Kauth ist der wilde Ästhet, dessen fulminante Bildsprache vor sexueller Experimentierfreude nur so sprüht. Kauths Fotografien sind bizarrer Ausdruck seines menschlichen Spieltriebes und überschreiten stets die Grenzen des Normalen. Die inhaltlich aufrüttelnden, stilistisch jedoch immer klassischen Bilder aus Kauths Salzburger Phase schlagen wie selbstverständlich den Bogen von purer Ästhetik zu sexueller Andersartigkeit. Sexualität und Schmerz ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Werk; Normwidrigkeit würdigt Kauth mit seinen unverwechselbaren Bildern als selbstverständlichen Teil einer breit gefächerten Palette an menschlichen Empfindungen.
Der Eintritt ist frei. Nur für Erwachsene!